Andreas Hoffmann

Ein Thüringer aus der Fürstenstadt Rudolstadt schreibt Geschichte(n).

Ein Blick voraus

Roman „Seelen Ruh“

Mystery-Thriller mit surrealen Passagen und einem humorvollen Unterton

Es zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman: Die Protagonisten Florian und Theresia leben bewusst und engagiert im Hier und Heute. Doch es kommt anders! Das Überlebte kehrt zurück, Ausgestorbenes ist nicht „aus“, Vergessenes taucht wieder auf.

Theresia entdeckt die alten Fotos aus dem Familienalbum, besonders begeistert sie, die auffällige Gestalt eines ehemaligen Kammerdieners. Ihre Schwärmerei hat ungeahnte Folgen. Florian sieht in der Wohnung von Theresia, sieben auffällige Porzellangefäße. Diese Entdeckung hat es „in sich“.

Theresia spricht von ihrem böhmischen Erbe. Florian wird, als unfreiwilliger Bestatter nach Tschechien reisen. Das passt nicht Jedem …

Textauszug aus meinem neuen Buch

Floh behauptet: „Er beobachtet mich wieder.“
Sie lächelt.
Er beteuert: „Dort, hinter der Scheibe steht er und lässt mich nicht aus den Augen.“
Ihr Lächeln bekommt einen Anflug von Mitleid.
„Warum beobachtet er mich?“
Ihr Mitleid spielt mit Grübchen um den Mund.
Floh wiederholt: „Er schaut mich an.“
Theresia behauptet, er würde sich das alles nur einbilden. Floh sei extrem sensibel und introvertiert.
Er widerspricht: „Es stimmt, dass ich ihn sehe. Wir sehen uns.“
Sie lächelt und zuckt mit den Schultern.
„Du glaubst mir nicht. Das ist ein Stalker.“
Sie lächelt und die Grübchen um ihren Mund werden größer, bewegen sich wie kleine Boote.
„Es ist ein alter Mann mit großen stechenden Augen.“
Aus ihren schaukelnden Booten werden Schalen, Gefäße, die seine Angst auffangen wollen.
„Seit meiner Kindheit steht er da, der alte Mann, und schaut nach mir.“
Floh fährt sich mit der zittrigen Hand über die Augen.